Augustbücher

Wut – Martin Kirst
Gier – Martin Kirst

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Hashimoto. Jetzt doch.

Gegen Ende von 2012 bekam ich die Diagnose „Hashimoto“. Nach ewig langem hin und her mit Schilddrüsenwerten, die mal ok waren und mal nicht (Eisen übrigens auch). Der Doc verschrieb mir damals L-Thyroxin und irgendwie war er mir etwas übereifrig mit den zuzahlungspflichtigen Untersuchungen.

Da dieses Schilddrüsenthema ein Familiäres sei ging auch meine Mutter zu ihm. Bei ihr konnte er nichts feststellen, sie solle aber trotzdem halbjährig wiederkommen. Eine andere Ärztin in der Praxis meinte mal zu mir „immer dieses Hashimoto“.

Nach zwei Jahren mit L-Thyroxin ging es mir nicht besser. Die Werte verbesserten sich angeblich auch nicht. Also Konsequenz daraus habe ich die Tabletten ausgeschlichen und ging zu einem anderen Arzt. Ich ließ mich von einem wirklich guten Internisten komplett durchchecken. Schilddrüse war in Ordnung. Blutwerte auch. Keine Tabletten nötig.

Anfang des Jahres hatte ich wegen meiner Schlaflosigkeit mehrerer Blutuntersuchungen. Bei der ersten waren die Schilddrüsenwerte nicht in Ordnung. Bei der zweiten waren sie wieder gut. Im Schlaflabor wurde es auch nochmal getestet. Alles ok. Angeblich.

Heute war ich zur Schilddrüsenuntersuchung beim Radiologen. Die Ärztin sieht den ganzen Tag Schilddrüsen. Vermutlich langweilig, aber ein Garant für Erfahrung. Die letzten Laborwerte hatte ich dabei. Ein Blick darauf und ihr war klar was los ist. Die Werte die für den einen Arzt ok waren waren in ihren Augen erhöht. Ultraschall war nur noch für die Bestätigung ihrer Vermutung da. Und sehr sehr eindeutig. Ihre ersten Worte waren, dass es nicht schlimm sei, aber die Schilddrüse sieht nicht mehr nach Schilddrüse aus. Farblich eher ein Muskel als ein Organ.

Tja. Spontane Blutabnahme, die ihr Aufschluss darüber geben wird wie viel L-Thyroxin ich verpasst bekomme. Ergebnisse gehen dann an den Hausarzt (der letztes Jahr auch noch meinte die Schilddrüse sei ok).

Junibücher

Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden – Per J. Andersson*
Der Joker – Markus Zusak**

*Es war so zäh. Obwohl es so viel versprach. Cover toll. Story toll. Titel toll.

**Es war noch so viel zäher. Obwohl ich mir so viel versprochen habe. „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak fand ich so großartig. Sein Schreibstil gefällt mir auch sehr gut. Doch irgendwie ging es einfach nicht weiter. Es plätscherte so vor sich hin. Nach 270 Seiten und mehreren Wochen Lesezeit habe ich das Handtuch geworfen. Gut möglich, dass es noch eine wundervolle Pointe gibt, die mir jetzt entgeht.

Elton John – Wonderful Crazy Night Tour

Gestern war ich bei Sir Elton. Zum 14. Mal. Zum dritten Mal in Frankfurt. Zum sechsten Mal in der ersten Reihe.

Der Plan war, dass das mein finales Elton John Konzert wird. Zum einen hab ich es nicht mehr so mit Konzerten. Teuer, weite Wege, ewig langes im Parkhaus stehen, wenn’s rum ist und Menschen. Deshalb bot sich das Elton John Konzert in Frankfurt regelrecht an. Dann muss es natürlich in der ersten Reihe sein. Alles andere wäre quatsch, da ich wenn ich viel Geld ausgebe, dann soll es auch für einen astreinen Platz sein. Für das selbe Geld in der fünften Reihe mittig oder so, das wäre Verschwendung in meinen Augen.

Alles war perfekt. Bis zur Erkältung, die ich zwei Tage vorher bekam. Und bis zu meiner Mutter, die plötzlich mit wollte. Lange Rede kurzer Sinn. Es war ganz klar, dass dies nicht mein letztes Elton John Konzert sein sollte. So konnte ich trotz der Handicaps entspannt an die Sache rangehen und mich auch schon im Vorfeld tierisch freuen.

Fahrt war easy, Parken war auch kein Thema, da wir noch früh genug da waren. Die Karte die Mutti an der Abendkasse bekommen hat war auch super. Vorweg waren wir noch im Skyline Plaza, einem weiteren völlig überflüssigen neuen Einkaufszentrum. Gut, egal, es war ums Eck und dort gab es Essen.

Mein Platz war super! Ein Platz weiter links und ich hätte Elton’s Rücken bewundern können, ein Platz weiter rechts und ich hätte eine Box zwischen Elton und mir gehabt. Auch hier wieder alles richtig gemacht. Ok, Glück gehabt. Was mir wieder vollkommen entfallen war, waren die Menschen, die neben einem sitzen. Links ein Schwung von relativ jungen, sehr weiblichen Hardcore Fans, die Kreischten, Hüpften, Stampften und auf alles was Elton tat reagierten. Highlight: IHM HANDKÜSSE ZUWARFEN!!! Rechts von mir. Mutti, 78, mit Junior und Juniors Freund. Stockschwul.

Man grüßte sich durch freundliches Nicken und zack legte Mutti los, dass ihr Sohn Elton kennt und er wollte, dass sie in die erste Reihe kamen. Tatsächlich haben sie Tickets mit den Plätzen und ohne Preis drauf in ihren Händen gehabt. Mutti war ganz aus dem Häuschen mit mir und hat geplappert und geplappert und geplappert. Elton hätte gerne junge Leute vor sich, deshalb hätten sie die Tickets bekommen. Elton hat aber sicher gehofft, dass sich zu dem Duo noch ein weiterer Jüngling dazu gesellt. Nicht Jünglings nach 4711 stinkende Mutti.

Nunja. Da saß ich nun zwischen den verhaltensauffälligen Hardcore Fans und Elton’s Harem. Und ja, er hat wirklich die ganze Zeit mit den Jungs geshakert und Blickkontakt gehabt. Ich vermute auch, dass er Pläne hatte, die dazu führten, dass die Zugabe einen Song kürzer war, als in Uelzen und dass er sich wenig Zeit für Geblubber und die Fans (Autogramme) genommen hat.

Aber das alles war egal. Die Songs waren großartig, Opener war „Funeral for a Friend/Love Lies Bleeding“. Besser geht’s für mich nicht. „I’m still standing“ war mir gestern auch sehr wichtig. Weil naja, meine Situation momentan einfach scheiße ist und ich bin auch noch nicht untergegangen. Meine kleine Hymne sozusagen. ❤

Im letzten Konzertdrittel wird immer die Bühne gestürmt. Ok, nicht direkt die Bühne, aber es wird nach vorne gerannt. Gestern war es aber etwas früher. Das war unter anderem den Hardcore-Ladies neben mir geschuldet. An denen lag es auch, dass ich keinen Platz vorm Klavier ergattern konnte. Hatte mir aber auch schon überlegt, Richtung Bühnenmitte aufzumachen, da ich von den großartigen Bandmitgliedern so gar nichts mitbekommen hab. Vor mir war ja Sir Elton mit seinem zärtlichen Flügel.

2016-06-08 01.26.24

Meine Mutter konnte sich auch nach vorne durch schlängeln. Und so standen wir dann sehr entspannt im Bereich der Band.

Alles in allem war es ein tolles Konzert. Und da es nicht mein letztes Elton John Konzert war umso besser.

Maibücher

Zwei für immer – Andy Jones
Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde: Das Phänomen Realfakes – Victoria Schwarz
Die Menschen von A bis Z – Matt Haig
Baby Betriebsanleitung – Joe Borgenicht
Der Elefant, der das Glück vergaß – Ajahn Brahm
Cupido – Jilliane Hoffman
Morpheus – Jilliane Hoffman
Argus – Jilliane Hoffman
Spurenleger – Jörg Schmitt-Kilian
Die Physiker – Friedrich Dürrenmatt

C. J. Townsend Zyklus -Jilliane Hoffman

2004 erschien mit „Cupido“ der erste Teil der Thrillerreihe „C. J. Townsend“, später folgten „Morpheus“ und „Argus“, die thematisch an den ersten Band anschließen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Staatsanwältin C.J. Townsend, die der Reihe ihren Namen gab. Towsend wurde damals vergewaltigt; zwölf Jahre später klagt sie einen Serienmörder und Vergewaltiger an und erkennt im Gerichtssaal, dass es sich um ihren damaligen Peiniger handelt. Sie leidet immer noch stark unter den Ereignissen und sinnt auf Rache.

Lovelybooks

Aktuell lese ich viel. Ok, für meine Verhältnisse. Heute habe ich das 47. Buch für dieses Jahr begonnen. Im kompletten letzten Jahr waren es 48, was bis dahin mein Spitzenreiter-Lesejahr war.

Die letzten Tage war ich mit den Townsend-Büchern von Jillane Hoffman beschäftigt und was soll ich sagen, sie waren okay. Es gab auf der einen Seite sehr viel Spannung bei der Handlung, allerdings habe ich noch nie etwas gelesen oder gesehen, wo die Ermittler ob bei Polizei oder Staatsanwaltschaft so viele Fehler machen. Gerade wo man doch weiß, das in den USA ein kleines Fehlerchen reicht um einen Prozess zum Scheitern zu bringen und nunja, bei Serienmördern?! Und ja, vielleicht kann mal ein Ermittler einen Fehler begehen, aber alle Beteiligten in allen drei Büchern? Nee, echt nicht.

Ich habe die Reihe jetzt nach dem Motto „wer A sagt muss auch B sagen“ durchgezogen, aber von dieser Autorin brauche ich nichts mehr zu lesen.

1. Cupido ★★★
2. Morpheus ★★★
3. Argus ★★★

Hunter-Garcia-Reihe – Chris Carter

Robert Hunter hat einen Doktortitel in Kriminalpsychologie und ist Kriminalbeamter beim Morddezernat I der Abteilung für Mord und bewaffneten Raubüberfall des Los Angeles Police Departments. Diese Abteilung widmet sich schweren Gewaltdelikten und Serienverbrechen, die stark im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Wikipedia

Wenn ihr mal wirklich ein paar gute Thriller lesen wollt, dann ist das hier wirklich eine ganz klare Empfehlung! Okay, schaut euch vorher nicht die Fotos von Chris Carter im Internet an. Der sieht nämlich irgendwie merkwürdig aus. Oder lustig. Aber super spannend schreiben kann er. Echt.

Manchmal bin ich so gefesselt von seinen Büchern, dass ich kurz mit dem Lesen inne halten muss um unter das Bett zu schauen. Ja. So spannend ist es.

Im Juni erscheint der siebte Band dieser Reihe.

Der Kruzifix-Killer ★★★
Der Vollstrecker ★★★★
Der Knochenbrecher ★★★★★
Totenkünstler ★★★★
Der Totschläger ★★★★★
Die stille Bestie ★★★
Der Totmacher (Vö: 17. Juni 2016)

Grant County-Serie – Karin Slaughter

Die der „Grant County Serie“ ist die Kinderärztin Sara Linton. Nach Abschluss der Schule als Jahrgangsbeste erhielt sie ein Stipendium zum Medizinstudium an der privaten Emory University in Atlanta, welches sie erneut als Jahrgangsbeste abschließt. Ihre Facharztausbildung zur Kinderärztin erfolgt am Grady Memorial Hospital in Atlanta, wo sie auch eine rechtsmedizinische Fortbildung erhält. Sie kehrt an ihren Geburtsort zurück, um dort eine Kinderarztpraxis zu übernehmen. Zur Finanzierung der Ablösesumme für die Praxisübernahme nimmt sie die Stelle als leitende Amtsärztin und Coroner von Grant County an.

Wikipedia

Leider habe ich ja nicht richtig aufgepasst und zuerst die Atlanta- und Georgia-Serie von Karin Slaughter gelesen. Vom Ablauf her hätte ich zuerst die Grand County-Serie lesen müssen, aber Gott sei Dank hab ich es nicht. Ansonsten wären mir ein paar annehmbare Bücher entgangen.

Bei dieser Reihe war ich allerdings froh irgendwann endlich fertig zu sein. Anders könnte ich sagen furchtbar, furchtbar, furchtbar! Schon in der Atlanta-Reihe („Letzte Worte“) ist Sara bei ihrer Familie zu Besuch und bearbeitet dort einen Fall. Die Charaktere empfand ich da schon als absolut nervig. Jetzt habe ich mich der Vollständigkeit halber nochmal sechs Romane mit diesen nervigen Akteuren beschäftigt. Scheiß OCD.

1. Belladonna ★★★
2. Vergiss mein nicht ★★★
3. Dreh dich nicht um ★★★
4. Schattenblume ★
5. Gottlos ★★
6. Zerstört ★